Von Krankheit und Heilung

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Eigentlich wollte ich die Hausaufgabe von dieser Woche machen, aber irgendwie bin ich bei der Meditation von letzter Woche gelandet. Auch gut, es wird schon seinen Sinn haben. Ich war heute bei den Pferden auf der Wiese und hatte Zeit mit ihnen. Meine Schulter tut immer noch ein bisschen weh, wegen den Stutz mit Kjesta vor zwei Wochen. Und dann hat Fuego vor ungefähr 10 Tagen angefangen ein bisschen zu lahmen. Deshalb habe ich die Reittherapiestunden für heute Nachmittag abgesagt. So hatte ich Zeit mich auf die Wiese zu den Pferden zu setzen und die Meditation anzuhören.
Als es darum ging einen Spirit Guide für den Heilprozess einzuladen, ist nicht ein Spirit Guide gekommen, sondern es waren sehr viele Pferde. Mein Spirit Guide war in dem Moment eigentlich die Verbindung zwischen all den Pferden. Das war sehr groß. Ich kenne das. Oft ist es bei mir sehr groß. So groß, dass ich Angst bekomme. Einmal Angst, dass ich mich in der Größe verliere und dann, dass ich der Größe nicht gerecht werde.
Es waren meine Pferde da, und es war waren die Pferde da, die mal in unserer Herde waren. Und die, mit denen unsere Pferde befreundet sind und die sie kennen. Es waren aber auch noch andere Herden dabei. Die Herde von Waltraud, wobei ich ihre Pferde kaum kenne und die Herde von Natalie. Ich glaube auch die Herde von der Lisa, obwohl ich dir überhaupt nicht kenne. Und es waren Pferde von meinen Freunden dabei.
Zwischen all diesen Pferden waren silberne und goldene Fäden. Ein Netzwerk der Pferde, alle miteinander verbunden. Die Pferde haben mir dieses Netzwerk gezeigt. Es hat geleuchtet und geschillert. Ich bin eingeflochten in diesem Netzwerk. Das Wort "Vertrauen" kam zu mir. Nichts tun, nur da sein, an seinem Platz sein. Das fällt mir schwer, weil ich immer das Gefühl habe, ich müsste was tun.
Ich habe versucht Fuego zu fragen, was er bei seinem Humpeln braucht. Es war ganz viel Freude zu spüren, dass ich bei ihm und im Netzwerk bin.
Vielleicht humpelt er nur, damit ich Zeit habe im Netzwerk zu sein bzw. diese Erfahrung zu machen.
Ich habe gerade so viele Anfragen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich sie noch bedienen soll. Der Sturz mit Kjesta vor 2 Wochen hat mich sehr schnell und sehr klar aus meinem Hamsterrad geholt. Ich hatte Zeit zu spüren, wie sehr mich das Leid der Menschen in dieser Pandemie beschäftig und wie sehr ich mich verantwortlich fühle, ihnen Hilfe anzubieten. Ich weiß, dass ich Konzepte und Methoden habe, Menschen dadurch zu begleiten und ich schaffe es nicht immer, Nein zu sagen. Mir ist klar geworden, dass es nicht meine Verantwortung ist, alle Menschen durch diese Krise zu begleiten, sondern nur ein Paar.