Unser Ruf

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Mein Ruf führt mich in authentischen Gemeinschaften.
Also, eigentlich nicht direkt in diese Gemeinschaften, da ich, als ich den Ruf und die Sehnsucht verspürt habe, keine solche Gemeinschaft kannte. Ich wollte immer dazugehören und habe viele Gemeinschaften und Gruppen ausprobiert. Mit allen möglichen Ergebnissen: Ich habe Sachen mitgemacht, die ich nicht wirklich gut fand, nur am dazuzugehören. Ich habe mich angepasst und verraten. Ich habe aber auch Gruppen angeführt, so wie ich dachte, dass es stimmt. Aber irgendwas hat immer nicht gestimmt.

Irgendwann und fast zufällig habe ich eine authentische Gemeinschaft mitgegründet, die mich bis heute trägt. Angefangen hat es damit, dass ich Freunde zusammen getrommelt habe, um bei Ihnen die Inhalte der Heros´Journey Instruktor Ausbildung zu üben. Das hat bei uns allen Prozesse ausgelöst. Und Annika hat nach ihrer ersten Heldenreise gesagt: „Maike lass uns einen Ponyhof gründen.“ Ich hatte bei Nathalie gerade die Arbeit und die Kraft der Herde erlebt und war mir sicher, dass möchte ich auch. Also haben wir zusammen mit noch einer Freundin einen Ponyhof nach dem Vorbild einer Herde für Mensch und Pferd gegründet. Also die Ponys konnten Herde ja schon, wir mussten ihnen nur eine geeignete Umgebung schaffen. Dafür habe ich etwas getan, was ich vorher nie gemacht habe. Wir haben den Ponyhof gegründet, ohne vorher alles richtig geregelt zu haben. Unser Stallvermieter wollte, dass wir einen Verein gründen, um auf den Hof Pferde halten zu können. Wir haben einfach den Stall mit Ponys aufgefüllt und den Verein erst über ein Jahr später gegründet. Aber ich glaube, andersherum hätte es damals auch nicht geklappt.
Das tolle an so einer Gemeinschaft ist; ist bin nur noch von Menschen und Pferden umgeben, die mir Kraft geben und die bereit sind gemeinsam zu wachsen. Gerade in Zeiten wie diesen ist das etwas sehr wertvolles. Das Klein- Klein im Alltag ist weg und ich habe Zeit, mich meinem gerade gefühlten Ruf zu widmen:
Ich möchte einen Herdenverband gründen. Das meint einen Zusammenschluss von befreundeten Herden. Den Alltag bewältigt jede Mensch- Pferde- Herde für sich, aber für bestimmte Aufgaben und Herausforderungen tun wir uns zusammen. Wir nehmen teil am Leben der Andren und können uns gegenseitig unterstützen. So in etwa haben wir das schon, aber noch nicht wirklich bewusst in seiner ganzen Stärke.
Dafür möchte ich neuen menschliche Herdenmitglieder, die Möglichkeit geben sich zu integrieren. Gelichzeitig müsse die bisherigen menschlichen Herdenmitglieder damit umgehen, dass Neue dazukommen und damit auch eine neue Rolle für sich finden. Und dann gilt es den Kontakt zu befreundeten Herden zu halten und zu pflegen. Zum Glück muss ich das nicht alles alleine machen.
Ich bekomme zur Zeit ca. 2 mal im Monat Nachrichten wie diese, von einer unbekannten Frau auf Facebook:

Hallo liebe Maike, ich wollte mal fragen, ob du / ihr auf dem Birkenhof gerade Pferde habt, die gerne ein wenig beschäftigt werden möchten. Habe langjährige Erfahrung, seit meinen beiden Kindern kam ich bisher noch nicht dazu wieder mit Pferden zu sein, was ich gerne ändern möchte. Ich habe das Gefühl Kjesta "ruft" oder macht mich auf sich/den Hof aufmerksam so süß alles Liebe zu dir vlG

Zusammen mit Annika werde ich einen Jahresworkshop für neue Stallhelfer und Interessierte menschliche Herdenmitglieder anbieten. Die Ausschreibung läuft. Wenn sie fertig ist kann ich sie euch rumschicken. Und die bisherigen Herdenmitglieder möchten wir gerne die Möglichkeit geben sich als Assistenten und Helfer auszuprobieren....
Ich habe mich entschlossen, diese Antworten von mir hier für die Masterclass nicht nur mit euch, sondern auch mit all den Menschen, die mich in meinem Leben begleiten zu teilen und mich mit ihnen darüber auszutauschen. Ich habe meine Antworten der ersten zwei Aufgaben einfach mal an über 50 Menschen geschickt und gefragt wer Lust hat sie weiterhin zu bekommen... Es gab schon viele schöne Antworten.

Soweit mal mein jetziger Ruf

Ich habe die Brüche in meinem Leben selten als große Umbrüche empfunden, meist sind die wichtigen Veränderungen in meinem Leben eher schleichend und kommen nach und nach in meinem Leben. Wenig spektakulär aber nicht weniger stark und nachhaltig. Meist haben sie sich einfach richtig angefühlt.
Ich habe mich als Reittherapeutin und Therapeutin teilselbstständig gemacht, einfach immer ein bisschen mehr. Zur Zeit habe ich eine 30%-40% Anstellung, für die Sozialbeiträge.
Bei mir ist ein Pferd gestorben und Eins wurde geboren. Ich war verheiratet und wurde geschieden. Ich habe Beziehungen aufgebaut und eingerissen. Ich war schon immer mit Pferden. Es hat eher lange gebraucht bis ich meine Stimme gefunden habe. Ich habe mich eher wenig in der Welt verloren, dafür habe ich mich oft zurückgezogen, bzw. vor der Welt geschützt.
Einen Bruch gab es noch:
Ich habe mit 40 noch mal Psychologie studiert, nachdem ich mich mit meinem Chef sehr gestritten habe. Dafür musste ich mich von meinem „ Baby,“ einer von mir mit aufgebauten Jugendhilfeeinrichtung trennen. Das war sehr schmerzhaft.